Abwasseranlage Hauzenberg-Kaindlmühle
Wasserrechtlicher Nachweis für ein komplettes Ortsnetz: 28 Einleitungsstellen und eine Kläranlage mit 16.000 Einwohnerwerten.
52 Parzellen komplett erschlossen: Straße, Kanal, Wasser — inklusive Wasserrechtsverfahren für ein Regenrückhaltebecken mit 825 m³.
Die Gemeinde Thyrnau wollte 52 Bauplätze ausweisen — das größte Baugebiet in der Gemeindegeschichte. Für eine Kommune dieser Größe bedeutet das eine erhebliche Vorleistung: Straße, Schmutz- und Regenwasserkanal, Wasserleitung und die gesamte Oberflächenentwässerung müssen fertig sein, bevor der erste Bauplatz verkauft ist. Die anfallenden Regenwassermengen ließen sich nicht ohne Rückhaltung in den Vorfluter geben, ein wasserrechtliches Verfahren war also Voraussetzung, nicht Beiwerk.
Wir haben die Erschließung von der Entwurfsvermessung bis zur Abnahme in einem Zug geplant und dabei das Regenrückhaltebecken früh in die Höhenplanung des Baugebiets eingebunden — 825 m³ in Erdbauweise, gestaltet als begrünte Mulde statt als Betonbecken. Das Wasserrechtsverfahren lief parallel zur Ausführungsplanung, nicht danach. Straße, Kanal und Wasserleitung wurden gemeinsam ausgeschrieben und über eine Bauüberwachung abgewickelt.
Die Erschließung wurde im Kostenrahmen von rund 800.000 € fertiggestellt und die Bauplätze konnten wie geplant vergeben werden. Das Rückhaltebecken fügt sich als Grünfläche in das Baugebiet ein und wird von der Gemeinde im normalen Unterhalt mitgepflegt. Für das benachbarte Gebiet „Urlesdobel" in Kellberg konnten wir das Vorgehen später übernehmen und das dort vorhandene Becken auf 680 m³ erweitern.
Wasserrechtlicher Nachweis für ein komplettes Ortsnetz: 28 Einleitungsstellen und eine Kläranlage mit 16.000 Einwohnerwerten.
Bauvermessung für ein Hochwasserschutzbauwerk mit rund 5 Mio. € Bausumme — Absteckung auf den Millimeter, über die gesamte Trasse.